Palmenstrand im goldenen Abendlicht, Wellen rollen ans Ufer

Finanzielle Freiheit · Deutschland 2026

Wie viel Geld brauchst du, um nie wieder arbeiten zu müssen?

Morgens ohne Wecker aufwachen. Reisen, wann du willst. Zeit für die Menschen, die dir wichtig sind. Finanzielle Freiheit ist kein Traum – sie ist eine Zahl. Wir rechnen deine aus, mit echten deutschen Daten.

  • ☀︎ Kein Wecker
  • ✈︎ Reisen, wann du willst
  • ♡ Zeit für Familie
Beispiel: Paar in Düsseldorf 2,36 Mio. € … und wie viel brauchst du? Meine Zahl berechnen →

Was wir mit „finanzieller Freiheit“ meinen

100 %

Passives Einkommen

Du lebst vollständig von den Erträgen deines Vermögens. Kein Job, keine Teilzeit, kein Nebenverdienst nötig.

0 €

Vermögensverzehr

Du gibst nur den realen Ertrag aus. Der Inflationsausgleich bleibt investiert, dein Vermögen verliert nie an Kaufkraft – du könntest es am Ende vollständig vererben.

∞

Zeitlich unbegrenzt

Das Geld reicht nicht „bis 90“, sondern für immer – egal, wie alt du wirst. Deshalb spielt dein Alter für die Zahl keine Rolle.

Zwei Klarstellungen: Größere einmalige Ausgaben – Kinder bis 18, ein Wohnungskauf, eine Pflegeheim-Rücklage – legst du zusätzlich zurück und gibst sie aus, wenn sie anfallen. Unangetastet bleibt der Kern, der deine laufenden Ausgaben trägt (F × X). Und: Wer sein Vermögen über eine feste Zahl von Jahren aufbrauchen will und nichts vererben muss, braucht deutlich weniger. Das kannst du in Schritt 6 („Begrenzte Zeit“) einstellen – dann ist das Geld am Ende des Zeitraums genau verbraucht. Das Risiko: Lebst du länger als geplant, reicht es nicht.

1 Wo willst du leben?
2 Wer gehört zum Haushalt?
Erwachsene
Kinder
0
3 Wie willst du wohnen?

Wohnkosten gesamt: pro Monat

4 Wie viel willst du monatlich ausgeben?

Essen, Kleidung, Mobilität, Urlaub, Freizeit, Gesundheit. Der deutsche Durchschnitt ist markiert.

Im Durchschnittswert steckt schon ein kleiner Urlaubsanteil. Hier planst du, was du darüber hinaus jedes Jahr reisen willst.

5 Steuern & Krankenversicherung

Abgeltungsteuer mit Teilfreistellung und Sparer-Pauschbetrag, freiwillige gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung – automatisch geschätzt.

6 Wie lange soll das Geld reichen?

Annahmen anpassen (Rendite, Inflation, Pflege, Rente)

Ohne Rente rechnen wir konservativ, als käme nie etwas dazu.

Die Formel hinter deiner Zahl

Genugzahl = F × X + K × N + P + H − R

F × X Laufendes Leben

X sind deine monatlichen Ausgaben inklusive Wohnen und Krankenversicherung. Standard („für immer“): Du entnimmst jedes Jahr nur den realen Ertrag; der Inflationsausgleich bleibt investiert, damit dein Vermögen nie an Kaufkraft verliert. Bei „begrenzter Zeit“ entnimmst du zusätzlich Kapital, bis es am Ende des Zeitraums aufgebraucht ist.

Der Faktor F sagt: Für jeden Euro, den du dauerhaft pro Monat ausgeben willst, brauchst du ≈ 490 € Vermögen. So entsteht er mit deinen Annahmen:

    K × N Kinder

    Destatis beziffert die Konsumausgaben für ein Kind bei Paaren auf 763 € pro Monat (2018), inflationsbereinigt heute rund 946 €. Abzüglich 259 € Kindergeld bleiben über 18 Jahre etwa 148.000 € für das erste Kind. Ab dem zweiten Kind sinken die Kosten pro Kind, bei Alleinerziehenden liegen sie etwas niedriger. Ist dein Kind schon älter, zählen nur die Jahre bis 18. Ein Wohnanteil ist schon enthalten.

    Warum nicht 4 %? Die bekannte Faustregel

    Die „4-Prozent-Regel“ aus den USA (Faktor 300) geht davon aus, dass das Vermögen nach 30 Jahren aufgebraucht sein darf, und ignoriert Steuern. Genugzahl rechnet strenger: Das Vermögen soll nie schrumpfen, und deutsche Steuern sind eingerechnet. Wer bereit ist, im Alter Kapital zu verzehren, kommt mit weniger aus.

    P · H · R Pflege, Haus, Rente

    P: Ein Pflegeheimplatz kostet im Schnitt 3.364 € Eigenanteil pro Monat (vdek, Juli 2026). H: Kaufpreis plus Grunderwerbsteuer des Bundeslandes, Notar und Makler. R: Eine spätere gesetzliche Rente verringert, was du heute ansparen musst.

    Was in der Rechnung steckt – und was nicht

    Wichtig: Genugzahl ist ein Rechenwerkzeug zur Orientierung und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Für deine persönliche Situation sprich mit einer unabhängigen Honorarberatung oder einer Verbraucherzentrale. Mehr dazu im Haftungsausschluss.
    Fußspuren im Sand führen zum Meer im Sonnenuntergang

    Der Weg dorthin

    Deine Zahl steht. Jetzt die wichtigere Frage: Wie lange dauert es – und was musst du dafür jeden Monat zurücklegen?

    Standard wie im Rechner: 5 %. In jungen Jahren kann ein höherer Aktienanteil sinnvoll sein, daher ist die Rendite hier getrennt einstellbar. Vereinfachung: Steuern fallen bei thesaurierenden ETFs erst beim Verkauf an und sind in der Ansparphase nicht abgezogen. Alles in heutiger Kaufkraft – die Sparrate soll mit der Inflation mitwachsen.

    Trag deine Sparrate ein.

    So legst du an – die Logik dahinter

    Kein Geheimtipp, kein Hype. Die Reihenfolge, auf die sich unabhängige Verbraucherschützer weitgehend einig sind:

    1. Erst absichern, dann anlegen

      Ein Unfall oder eine Berufsunfähigkeit kann jeden Sparplan zerstören. Unverzichtbar: Privathaftpflicht. Für fast alle Berufstätigen wichtig: Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit Familie oder Kredit: Risikolebensversicherung. Kapitalbildende Lebens- und Rentenversicherungen sind dagegen meist teuer – Absicherung und Geldanlage besser trennen.

    2. Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto

      Drei bis sechs Monatsausgaben, jederzeit verfügbar und von der Einlagensicherung bis 100.000 € pro Bank geschützt. Dieses Geld ist kein Investment, sondern deine Versicherung gegen Notverkäufe in schlechten Börsenjahren.

    3. Sparquote ist der stärkste Hebel

      Ob du 500 € oder 1.500 € im Monat zurücklegst, verändert die Dauer viel stärker als ein Prozentpunkt mehr Rendite. Spiel oben mit der Sparrate und schau, wie sich die Jahre verschieben.

    4. Breit gestreute Aktien-ETFs als Motor

      Ein ETF auf einen Welt-Index (z. B. MSCI World, MSCI ACWI, FTSE All-World) verteilt dein Geld auf Tausende Unternehmen in vielen Ländern. Worauf du bei der Auswahl achtest: niedrige laufende Kosten (TER), Fondsvolumen von mehreren hundert Millionen Euro, thesaurierend (Erträge werden automatisch reinvestiert) oder ausschüttend, und ein günstiges Depot mit kostenlosen Sparplänen.

    5. Ein sicherer Teil gegen die Nerven

      Tagesgeld, Festgeld oder ein ETF auf Euro-Staatsanleihen guter Bonität bremsen die Schwankungen. Wie groß dieser Teil ist, hängt davon ab, wie viel Minus du aushältst, ohne zu verkaufen. Faustformel vieler Ratgeber: Je näher du am Ziel bist, desto größer der sichere Teil.

    6. Steuern und staatliche Förderung nutzen

      Freistellungsauftrag stellen (1.000 € pro Person steuerfrei). Ab 2027 kommt das Altersvorsorgedepot mit staatlicher Förderung, das die Riester-Rente ersetzt. Prüfe auch die betriebliche Altersvorsorge, vor allem wenn dein Arbeitgeber etwas dazugibt.

    7. Und Immobilien?

      Eine vermietete Wohnung bringt Mieteinnahmen, aber auch Klumpenrisiko, Kredit, Instandhaltung und Leerstand. Ein schneller Realitätscheck ist die Bruttomietrendite (Jahresmiete ÷ Kaufpreis). Nach Nebenkosten, Instandhaltung und Steuern bleibt deutlich weniger:

      StadtBruttomietrenditeKaufpreis = … Jahresmieten

      Berechnet aus Angebotsmieten und Kaufpreisen der Quellen unten. Für die selbst genutzte Wohnung zeigt der Rechner oben, ob Kaufen oder Mieten deine Genugzahl senkt.

    Warum wir keine einzelnen Fonds oder Anbieter nennen: Eine konkrete Produktempfehlung für deine Situation ist Anlageberatung und erfordert in Deutschland eine Zulassung. Unabhängige Vergleiche und Testberichte findest du z. B. bei der Stiftung Warentest (Finanztest) und den Verbraucherzentralen.

    Quellen

      Stadtdaten im Überblick

      StadtMiete €/m²Kauf €/m²Grunderwerbsteuer