Genugzahl

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Finanzielle Freiheit in München: So viel brauchst du wirklich

Zwei Erwachsene, 70 Quadratmeter, keine Kinder: In München braucht dieser Haushalt 2,73 Millionen Euro. Nirgendwo sonst in diesem Rechner ist die Summe höher.

Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus dem Rechner dieser Website. Grundlage: zwei Erwachsene, 70 Quadratmeter Miete, 5 Prozent Rendite, 2 Prozent Inflation, 24 Monate Pflegereserve. Es sind keine individuellen Empfehlungen.

Zwei Erwachsene, 70 Quadratmeter – und 2,7 Millionen

München ist der teuerste der acht Standorte, die dieser Rechner abbildet. Die Angebotsmiete liegt bei 23,70 Euro pro Quadratmeter, der Kaufpreis bei 9.070 Euro. Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung heißt das: 1.659 Euro Kaltmiete im Monat.

Dazu kommen 267 Euro Betriebskosten inklusive Heizung und Strom. Für Lebensmittel, Versicherungen, Auto, Urlaub und alles andere rechnet das Statistische Bundesamt für einen Zweipersonenhaushalt mit rund 2.409 Euro. Und dann ist da noch die Krankenversicherung, die bei einem Haushalt ohne Arbeitseinkommen freiwillig gezahlt werden muss: Hier sind es etwa 949 Euro im Monat.

Zusammen sind das 5.284 Euro monatlich. Wer dieses Geld ausschließlich aus Vermögenserträgen bestreiten will, ohne das Vermögen anzutasten, braucht nach Abgeltungsteuer – real bleiben 2,45 Prozent – rund das 486-Fache einer Monatsausgabe. Also 2,57 Millionen Euro. Dazu kommen 161.000 Euro Pflegereserve. Macht in Summe 2,73 Millionen.

Was München teuer macht

Die Miete ist mit 1.659 Euro der größte Einzelposten – 31 Prozent der Monatsausgaben. Und weil sie in die Ausgaben eingeht, wird sie mit dem Faktor 486 vervielfacht. Jeder Euro, den die Kaltmiete pro Quadratmeter höher liegt, bedeutet bei 70 Quadratmetern gut 34.000 Euro mehr Vermögensbedarf.

Der Unterschied zu Leipzig, dem günstigsten Standort im Rechner, beträgt bei der Miete 13,20 Euro pro Quadratmeter. Auf 70 Quadratmeter gerechnet sind das 924 Euro im Monat, allein daraus folgen gut 453.000 Euro mehr Vermögensbedarf. Zusammen mit dem höheren Krankenversicherungsbeitrag sind es 554.000 Euro.

Kaufen ist in München die günstigere Variante

Bei 9.070 Euro pro Quadratmeter kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung 634.900 Euro. Mit Grunderwerbsteuer (3,5 Prozent in Bayern), Notar, Grundbuch und Makler landet man bei etwa 692.000 Euro.

Wer diese Summe bar bezahlt, hat danach nur noch Nebenkosten, Instandhaltung und Lebenshaltung zu tragen: rund 3.344 Euro im Monat statt 5.284. Die nötige Gesamtsumme sinkt auf 2,47 Millionen – etwa 260.000 Euro weniger als bei Miete.

Das klingt nach einem Argument fürs Kaufen. Es ist keines, wenn man das Kapital dafür erst aufbauen muss: Das Problem ist nicht die Summe – sie ist 260.000 Euro kleiner –, sondern der Weg dorthin: 692.000 Euro stecken in einer Wohnung, die man nicht anteilig verkaufen kann.

Der Vergleich mit den anderen sieben Städten

StadtMiete €/m²Kauf €/m²Genugzahl (Miete)
München23,709.0702,73 Mio. €
Frankfurt17,806.2932,48 Mio. €
Hamburg16,506.3942,43 Mio. €
Stuttgart16,304.7372,42 Mio. €
Köln16,005.0292,41 Mio. €
Berlin15,305.7962,38 Mio. €
Düsseldorf14,905.1642,36 Mio. €
Leipzig10,503.2292,18 Mio. €

Was daraus folgt

Wer in München finanziell frei werden will, braucht nicht ein bisschen mehr als in Leipzig, sondern ein Viertel mehr. Das ist der Preis der Stadt, und er lässt sich nicht wegsparen.

Es gibt drei realistische Antworten darauf. Die erste: mehr verdienen und mehr zurücklegen, Ob das Münchner Gehaltsniveau die 25 Prozent Differenz auffängt, ist offen – Belege dafür liefert diese Rechnung nicht. Die zweite: weniger Fläche. 50 statt 70 Quadratmeter senken die Monatsausgaben von 5.284 auf 4.640 Euro – und den Vermögensbedarf um rund 316.000 Euro. Die dritte: wegziehen. Das ist die unpopulärste Antwort und die wirksamste.

Rechne mit deiner eigenen Miete – nicht mit dem Durchschnitt.

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Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ist keine Anlageberatung.